Es hat noch Seltenheitswert, aber es gibt sie schon: Vermieter, die ganze Mehrparteienhäuser mit Steckersolargeräten ausstatten.
In Berlin wurden bei Neubauten einer Wohngenossenschaft 75 Balkonkraftwerke gleich mit angebracht. Dank Preisen von 600 bis 1.200 Euro, die marktüblich sind, und einer lokalen Förderung machen sich die Geräte innerhalb weniger Jahr bezahlt.
Ein Balkonkraftwerk vom Vermieter hilft u.a. eine einheitliche Optik, standardisierte Montage und sicherzustellen. Es gibt zudem Gemeinden und Städte, die auch diesen Ansatz fördern.
Bestandsgebäude nachzurüsten ist auch eine Option. In Salzgitter wurde dies bereits 2024 erfolgreich umgesetzt. Das vermutlich größte Projekt wurde in Gera umgesetzt. Dort wurde ein 10-stöckiger Wohnblock mit 50 Balkonkraftwerken nachgerüstet, wie Chip berichtet. Das Projekt steht allerdings wegen der hohen Kosten von 4.000 Euro pro Haushalt in der Kritik.
Das vermutlich spannendste Projekt wurde in Hamburg umgesetzt: ein Vermieter hat für jeden Haushalt ein Steckersolargerät mit 4 Modulen und Speicher installieren lassen. In Zusammenarbeit mit dem PV-Pionier Holger Laudeley und den Stadtwerken wurden hier „solidarische Balkonkraftwerke“ auf dem Dach realisiert. Ganz nach dem Motto „fairer Wohnstrom“ profitieren hier alle Beteiligten. Auf Youtube wurde dies umfangreich dokumentiert und es gibt auch ein Handout (PDF). Mehr zum Ansatz „Fairer Wohnstrom“ erfahrt ihr hier.
