Der Chaos Computer Club (CCC) berichtet über erhebliche Mängel bei der Kommunikation von Wechselrichtern der beliebten HM- und HMS-Serien des Herstellers Hoymiles. Durch Sicherheitslücken in den verbauten DTU-Funkmodulen ist die Steuerung der Geräte ohne Passwort oder spezielle Zugangsdaten möglich. Auch der Start eines Firmware-Updates scheint möglich zu sein, wenn man sich in Funkreichweite der Geräte befindet. Damit ist neben der Störung des Stromnetzes auch die physikalische Zerstörung der Geräte möglich.
Baugleiche Modelle der Marken TSUN, E-Star und Solenso sind ebenfalls betroffen. Ob auch die HMS-Modelle mit WLAN, wie der weitverbreitete HMS-800W-2T, diese Sicherheitslücken ebenfalls aufweisen konnte bisher nicht verifiziert werden.
Da der Hersteller seit Monaten nicht auf die Hinweise zu den Problemen reagiert wurden die Details nun veröffentlicht. Die informierten Behörden reagierten abwiegelnd und damit „verstörend“. Betroffenen Kunden und Benutzern wird geraten sicherzustellen, dass zumindest das voreingestellte Passwort der Funkmodule geändert wird.
Bei Geräten mit WLAN-Anbindung ist dieser Schritt bei der initialen Einrichtung des Wechselrichters per „Hoymiles Home“ App obligatorisch und kann nicht übersprungen werden.
Weitere Details beim CCC und bei heise.de
Hoymiles Sicherheitslücken in tausendfach aktiven Mikrowechselrichtern für Balkonkraftwerke.

