Das Crimpen von MC4-Steckern ist eine der Tätigkeiten rund um Balkonkraftwerke, die man mit etwas Geschick und dem richtigen Werkzeug selbst machen kann. Dadurch spart man sich den Kauf vorkonfektionierter Kabel mit Standardlängen.
Am 8.7.2026 lud Solar2030 e.V. zu einer praxisorientierten Handwerkerschulung in die Clemensstraße in München ein. Unter der fachkundigen Leitung unseres Experten Hans Hohenner kamen 12 technikbegeisterte und motivierte Teilnehmer zusammen, um ihr praktisches Wissen rund um die sichere Installation von Photovoltaikanlagen auf das nächste Level zu bringen.
Im Fokus der Schulung standen drei absolute Kernthemen der Solartechnik:
- MC4-Stecker crimpen: Das A und O für dauerhaft witterungsbeständige und verlustfreie Verbindungen auf der DC-Seite.
- Aderendhülsen richtig verarbeiten: Für sichere Kontakte und zur Vermeidung von Kabelbränden.
- FI-Schalter-Nachrüstung (RCD): Der essenzielle Schutz für den sicheren Betrieb von Wechselrichtern auf der AC-Seite.

Lernen durch Machen: Praxis im Vordergrund
Nach einer kurzen, sympathischen Vorstellungsrunde ging es direkt an die Werkzeuge. Das Besondere an diesem Tag: Die Teilnehmer brachten ganz unterschiedliche Vorkenntnisse und ein breites Sortiment an eigenen Werkzeugen mit.
An vorbereiteten AC- und Solar-Kabelstücken wurden typische Praxisbeispiele direkt selbst ausprobiert. Dabei zeigte sich schnell, wie wichtig das Zusammenspiel aus dem richtigen Werkzeug und der korrekten Technik ist. Ob Profi-Crimpzange oder einfaches Einstiegsmodell – jeder konnte die Unterschiede im Handling eins zu eins erleben.
Fehler sind zum Lernen da: Im Anschluss wurden die Arbeitsergebnisse beim Crimpen gemeinsam in der Gruppe analysiert. Hans Hohenner zeigte anhand der gecrimpten Probestücke genau auf, worauf es ankommt, welche typischen Fehler (wie unzureichende Zugentlastung oder verletzte Litzen) in der Praxis auftreten und wie man sie zuverlässig vermeidet.
Ein voller Erfolg für die Energiewende von unten


Nach den Praxisübungen beim Crimpen erklärte Hans Hohenner den Teilnehmern den Zweck von FI-Schutzschaltern und wie diese für Balkonkraftwerke nachgerüstet werden können.
Am Ende des Workshops mit intensiven Diskussionen und viel praktischem Austausch gingen alle 12 Teilnehmer mit einer ordentlichen Portion extra Know-how und viel Selbstvertrauen für die künftigen Solar2030-Montage-Projekte nach Hause.
Ein herzliches Dankeschön an Hans Hohenner für die tolle Leitung und an alle Teilnehmer für den großartigen, konstruktiven Geist! Der nächste Workshop ist bereits für den 3.9.2026 in der Mohrvilla Freimann geplant mit dem Titel: „Verschiedene Möglichkeiten der AC und DC Leistungsmessung“.
Alle Solar2030 Veranstaltungen finden sich wie immer im Veranstaltungskalender.
