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Unsere energiepolitischen Forderungen

1.) 180° Energiewende JETZT!

Die Politik hat die Dringlichkeit der Energiewende nicht nur verschlafen, sondern auch die Klimakrise aktiv verharmlost. Dabei schlagen Forscher bereits seit Jahrzehnten Alarm: Wenn die Kipp-Punkte einmal erreicht sind, wird die Klimakatastrophe mit Macht über uns hereinbrechen.

Es reicht! – Politik und Wirtschaft müssen VEREINT und SOFORT handeln, um das Schlimmste abzuwenden.

Das 1,5°-Ziel des Pariser Klimaabkommens ist kein „Nice to have“, wir müssen es um jeden Preis einhalten. Und eigentlich müssten wir – weil 1,5°C bereits großzügig bemessen sind –dieses Ziel sogar unterbieten, wenn wir in Zukunft in einer annähernd lebensfreundlichen Welt existieren wollen. Dürrekatastrophen, Hitzetote bei 50° bis 60°C, Wassermangel, Hunger, Wetteranomalien, Pandemien, etc. haben wir bereits – und es kann unvorstellbar schlimmer werden.

Keine Frage – wir hängen am Tropf der fossilen Brennstoffe, die zu einem großen Teil aus autoritären Regimen importiert werden. Das führt uns nicht zuletzt der Ukraine-Krieg und die daraus resultierende Energiekrise schmerzhaft vor Augen. Deutschland muss weg von fossilen Brennstoffen und die Entscheidung, dies endlich konsequent umzusetzen, darf nicht in fünf, zehn oder gar 30 Jahren gefällt werden, sondern hier, heute und JETZT!

2.) Dezentrale Bürgerenergie fördern statt fürchten!

Es gab einmal eine Zeit, in der es für Privatleute lukrativ war, Solaranlagen auf ihren Dächern zu installieren. Dann kam die Politik und baute massive bürokratische Hürden auf, reduzierte die Vergütungen und blieb gleichzeitig beim alten Usus, Kohle großzügig zu subventionieren.

Damit muss Schluss sein! – Förderungen stehen den fossilen Energiekonzernen nicht zu.

Die Bürger*innen wollen ihren Beitrag zur Energiewende leisten! Durch bürgerliche Teilnahme wird der private Ausbau gefördert, die nationale regenerative und dezentrale Stromversorgung auf den Weg gebracht und nicht zuletzt werden dadurch die Stromnetze entlastet. Das bedeutet: großzügige Förderungen für den Zubau regenerativer Energien im privaten Bereich, das Entfallen sämtlicher bürokratischer Hürden und die Erhöhung der Einspeisevergütungen.

3.) Die Energieautarkie Europas gewährleisten!

Die Globalisierung ermöglicht es, die Produktion ins billige Ausland zu verlagern. Eine kurzsichtige Strategie, durch die sich Europa in komplexe Abhängigkeitsverhältnisse begeben und erpressbar gemacht hat.  

Auch der Sektor der Erneuerbaren-Energien-Anlagen ist zum Teil in billige Schwellenländer mit unterbezahlten Arbeitskräften abgewandert.

Bis 2010 hatte sich Deutschland zum Weltmarktführer für Solarpanele entwickelt. Dann hielt es die damalige Regierung für nötig, die florierende deutsche Solarindustrie durch massive Behinderungen einzustampfen. Heute werden Solarpanele, die im deutschen Handel erhältlich sind, zu mehr als 90% in China produziert, die Solarzellenproduktion wird sowieso fast vollständig von China bewerkstelligt.

Wir merken es heute: Engpässe allüberall, da es durch Störungen bei den komplizierten und ineffizienten Lieferketten mit Transporten um die halbe Welt immer wieder zu erheblichen Lieferschwierigkeiten kommt.

Europa muss Solar-unabhängig werden! Die Produktion von Panelen und Solarzellen muss im großen Stil anlaufen und wieder nach Europa geholt werden! Auch der Bau von Wind-, Wasser- und Geothermie-Anlagen muss europaweit schleunigst intensiviert werden!

4.) Subventionen für regenerative, statt fossile Energien!

Noch immer fließen Unsummen in Form von Subventionen in veraltete fossile Energieanlagen. Auf diese Weise werden Steuergelder verheizt und technischer Fortschritt aktiv ausgebremst.

Das ist nicht nachvollziehbar! Solar- und Windstrom sind mittlerweile die günstigsten Energieformen. Ohne die fortdauernden Geldspritzen wären die fossilen Energien und die Atomkraft längst nicht mehr konkurrenzfähig.

So kann das nicht weitergehen! Würden die an die fossilen Energien verschwendeten Gelder in regenerative Energien sowie die Weiterentwicklung von Energienetzausbau, Ladeinfrastruktur und Stromspeichertechnologien gesteckt werden, könnte die Energiewende bis 20305 zu 100 Prozent umgesetzt sein.

5.) Für Sparsamkeit statt Verschwendungssucht werben!

Politik und Wirtschaft standen jahrzehntelang hinter der Illusion eines „unendlichen Wachstums“ und damit hinter Konzepten wie „Wegwerfen statt Reparieren“, „Geiz ist geil!“ „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ und „Konsum als höchster Lebenszweck!“

Für diese kurzsichtigen Konzepte müssen die jüngeren Generationen weltweit bereits heute mit ihrer Lebensqualität und mit dem Leben bezahlen!

Wir haben nur diese eine Erde! Es gibt keinen „Planet B“! – Jetzt sind die Führungspersönlichkeiten dieses Landes gefordert, damit die verantwortungslose „Politik des unendlichen Wachstums“ bald der Geschichte angehört. Bewusster Umgang und sparsame Nutzung von Energie ist ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Zukunft.